ESG im Gebäudesektor – für gutes und gesundes Wohnen!



Jeder braucht ein Dach über dem Kopf. Wohnen hat deshalb einen
hohen Stellenwert, der jedoch mit anderen Werten kollidieren kann,
beispielsweise beim Müllaufkommen, bei der Vermeidung von Emissionen
oder beim Klimaschutz. Deshalb gibt es die ESG-Regeln.


Weltweit ist die Baubranche für rund 40 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich.
Allein der Betrieb von Gebäuden macht 33 Prozent der nationalen
Treibhausgase aus. Der Gebäudesektor verursacht mehr als die Hälfte
des gesamten Abfallaufkommens (Bau- und Abbruchabfälle) in Deutschland.
Es besteht ein großes Potenzial, Materialkreisläufe zu schließen und
Abfälle durch effizientere Bauweisen zu vermeiden.


ESG steht für Environmental (Umwelt), Social (Soziales) und Governance
(Unternehmensführung) und bezeichnet einen Rahmen zur Bewertung der
Nachhaltigkeit und des ethischen Verhaltens von Unternehmen. Die drei
Bereiche umfassen den Einfluss eines Unternehmens auf die Umwelt, seine
Beziehungen zu Mitarbeitern, Kunden und Gesellschaft sowie die Qualität
seiner Unternehmensführung.


Die Royal Institution of Chartered Surveyors (RICS) hat nun ihren Nachhaltigkeitsbericht
2025 veröffentlicht. Darin zeigt sie auf, dass die globale
Transformation hin zu einer klimaneutralen, ressourcenschonenden und
resilienten gebauten Umwelt langsamer voranschreitet als erforderlich.
Während einige Regionen Fortschritte verzeichnen, kommt der notwendige
Strukturwandel in anderen nahezu zum Erliegen.


Obwohl das Bewusstsein für Klimarisiken weltweit steigt, sinkt die Dynamik
auf dem Markt für nachhaltige Gebäude. So fällt der RICS Sustainable
Building Index (SBI) global von plus 41 auf plus 30 und erreicht damit den
niedrigsten Stand seit mehreren Jahren. Zwar verläuft das Nachfragewachstum
weiterhin positiv, jedoch deutlich abgeschwächt. Ursachen hierfür sind
wirtschaftliche Unsicherheiten, uneinheitliche politische Rahmenbedingungen,
gestiegene Baukosten sowie ein Defizit an eindeutigen Richtlinien
und Definitionen für nachhaltige Gebäude.


Der Bericht basiert auf Einschätzungen von mehr als 3.500 Fachleuten aus
36 Ländern und stützt sich auf die Markterhebungen des Global Commercial
Property Monitor (GCPM) und des Global Construction Monitor (GCM).

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