Finanzierung entscheidet über Immobilienkauf

 


„Money makes the world go round.“ Dieser Satz aus dem Musical Cabaret
beschreibt zunehmend die reale Welt – und in Deutschland ganz
besonders die Finanzierung von Immobilien, die maßgeblich von den
Finanzmärkten und der Wirtschaftslage abhängt.


Der Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) im Juni 2026 kam
für Insider nicht überraschend. Der EZB-Rat beschloss, die drei Leitzinssätze
um jeweils 25 Basispunkte anzuheben. Aufgrund des Krieges im Nahen
Osten sind die wirtschaftlichen Aussichten von Unsicherheit geprägt.


Dazu äußerte sich Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für
Wirtschaftsforschung (DIW): „Die EZB handelt richtig, wenn sie die Zinsen
erhöht. Der starke Anstieg der Inflation infolge des Iran-Kriegs und der
höheren Energiepreise zwingt sie zum Handeln.“ Auch der Präsident des ifo
Instituts, Clemens Fuest, begrüßt die Zinsentscheidung: „Da die Inflation im
Euroraum über drei Prozent liegt und es wenig Hoffnung auf Entspannung
im Iran-Konflikt gibt, ist eine Zinserhöhung jetzt der richtige Schritt.“„Mit der
heutigen Zinsentscheidung beweist die Europäische Zentralbank Fingerspitzengefühl.
Die Erhöhung ist absolut nachvollziehbar“, sagt Heiner Herkenhoff,
Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes. „Wichtig ist aber auch:
Mit dem heutigen Schritt ist kein Automatismus für eine weitere Zinserhöhung
im Juli verbunden.“


Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) mahnt vor dem Hintergrund der
aktuellen Zinsentscheidung bessere Rahmenbedingungen für Investitionen
an. Finanzierungskosten und Baupreise bleiben hoch. Zehnjährige Hypothekenzinsen
liegen weiterhin bei rund vier Prozent und damit deutlich über
dem Niveau der Niedrigzinsjahre. Die Folgen sind am Markt bereits sichtbar:
Genehmigte Projekte werden verschoben, Neubauten neu kalkuliert
oder gestoppt und energetische Sanierungen vertagt. Gleichzeitig bleibt
der Druck auf dem Wohnungsmarkt hoch. Deutschland benötigt bis 2040
jährlich rund 257.400 neue Wohnungen, gebaut werden jedoch deutlich
weniger.


Fazit: Für private Immobilienanleger ändert sich zunächst nicht allzu viel.
Wer das passende Objekt gefunden hat, sollte den Kauf nicht unnötig
hinauszögern. Langfristig bleiben die Fundamentaldaten des Wohnungsmarktes
stabil, während das Angebot weiterhin knapp ist.

Aktuelles
Defizit beim Wohnungsbau höher als angenommen

Der deutsche Wohnungsneubau verharrt auch im Jahr 2026 auf einem
historisch niedrigen Niveau. Zwar steigen die Baugenehmigungen, was
ein positives Signal ist, insgesamt entstehen in Deutschland jedoch
weiterhin deutlich zu wenig neue Wohnungen.

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Finanzierung entscheidet über Immobilienkauf

„Money makes the world go round.“ Dieser Satz aus dem Musical Cabaret
beschreibt zunehmend die reale Welt – und in Deutschland ganz
besonders die Finanzierung von Immobilien, die maßgeblich von den
Finanzmärkten und der Wirtschaftslage abhängt.

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BGH-Urteil: Kostenverteilung bei Erhaltungsmaßnahmen

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat mit einem aktuellen Urteil Klarheit
zur Verteilung von Kosten für Erhaltungsmaßnahmen in Wohnungseigentümergemeinschaften
geschaffen und die faire Kostenverteilung in
WEG-Gemeinschaften gestärkt.

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