Finanzierung: Stabile Aussichten im neuen Jahr

Analysten haben die Hoffnungen auf eine wirtschaftliche Belebung in
Deutschland auf das Jahr 2026 verschoben. Doch die Aussichten für
die Immobilienbranche sind gar nicht so schlecht. Bei stabilen Zinsen
und Immobilienpreisen wollen viele Interessenten jetzt aktiv werden.


„Die Erwartungen auf eine wirtschaftliche Belebung richten sich jetzt auf das
neue Jahr“, sagte Heiner Herkenhoff, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbands
gegen Ende des Jahres 2025. Die aktuell eingetrübte wirtschaftliche
Lage spiegelt sich auch in den Kreditbedingungen wider. Die Rahmenbedingungen
für den privaten Immobilienkauf sind jedoch relativ gut: Die Europäische
Zentralbank (EZB) hat den Leitzins viermal gesenkt, die Baufinanzierungszinsen
sind stabil und die Immobilienpreise sind im vergangenen Jahr
nur leicht gestiegen.


Was bringt das nächste Jahr? Mit welchen Bauzinsen und Immobilienpreisen
müssen Finanzierende rechnen? Welche äußeren Einflüsse
wirken auf die Zinsentwicklung?


Im Jahr 2025 lagen die Topzinsen für eine zehnjährige Baufinanzierung
zwischen drei und knapp 3,5 Prozent. Dabei kam es insbesondere im ersten
Quartal zu Schwankungen, während in den darauffolgenden Monaten nur
minimale Ausschläge zu verzeichnen waren. Im vierten Quartal verharrten
die Zinsen nahezu bewegungslos bei rund 3,3 Prozent. Laut Zinsexperten
betrachten potenzielle Käuferinnen und Käufer die Entwicklung der diesjährigen
Baufinanzierungszinsen als das neue Normal. Die Menschen haben
akzeptiert, dass es sich nicht lohnt, auf sinkende Zinsen zu warten. Zudem
haben sie erkannt, dass das aktuelle Zinsniveau historisch betrachtet noch
immer attraktiv ist.


Mit Blick auf das Jahr 2026 ist davon auszugehen, dass sich die Seitwärtsbewegung
der vergangenen Monate fortsetzt, allerdings mit einer leichten
Aufwärtstendenz zwischen 3,1 und 3,7 Prozent. Diese Prognose basiert
auf den recht stabilen grundlegenden Wirtschaftsdaten. Der Markt erwartet
keine größeren Überraschungen, sondern geht von einem leichten Konjunkturaufschwung
in der Eurozone und in Deutschland aus. Die Inflation könnte
2026 noch etwas sinken. Auf Basis der aktuellen Indikatoren dürfte für die
Europäische Zentralbank derzeit kein unmittelbarer Anlass bestehen, die
Leitzinsen zu verändern.

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