Finanzierungsfragen bestimmen den Immobilienmarkt

 


Der Immobilienmarkt ist derzeit zwar sehr aktiv, doch die Kauflaune
hält sich in Grenzen. Dabei ist der Wunsch nach Immobilieneigentum
ungebrochen groß, insbesondere weil Mietwohnungen knapp sind. Finanzierungsfragen
bestimmen derzeit das Marktgeschehen im Immobiliensektor.


Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland ist deutlich von den Kriegen
in der Ukraine und in Israel sowie von der unberechenbaren Zollpolitik der
USA geprägt. Daraus resultieren Stagnation und Lähmung in vielen Wirtschaftsbereichen.
Ob Immobilienkaufwillige dennoch zum Ziel kommen,
hängt häufig von den jeweiligen Finanzierungsbedingungen ab.


Ein Blick auf den Trendindikator Baufinanzierung (DTB) zeigt die aktuellen
Entwicklungen: Kreditnehmende haben in den ersten vier Monaten des
Jahres 2026 für den Immobilienkauf mehr Geld aufgenommen als im Jahr
2025. Gleichzeitig sank der Beleihungsauslauf deutlich – also der Anteil des
Beleihungswertes, der durch einen Kredit abgedeckt wird. Auch Zinsbindung
und Tilgungshöhe entwickelten sich rückläufig, wohingegen der Anteil
an KfW-Darlehen steigt. Die monatliche Rate blieb im Vergleich zum Vorjahr
auf konstantem Niveau.


Die Darlehenssumme hat im Vergleichszeitraum einen deutlichen Sprung
nach oben gemacht: Immobilienkaufende leihen sich durchschnittlich
285.703 Euro bei einem Kreditinstitut – und damit knapp 15.000 Euro
mehr als im Vorjahr. Im Jahr 2025 betrug die durchschnittliche Kredithöhe
270.777 Euro. Der Kapitalbedarf für den Kauf einer Immobilie ist seit Beginn
des vergangenen Jahres kontinuierlich gestiegen.


Ein wichtiger Indikator für die Finanzierung von Immobilien sind die Entscheidungen
der Europäischen Zentralbank (EZB). Der EZB-Rat entscheidet
turnusmäßig alle sechs Wochen über die Leitzinsen. Die Anpassungen erfolgen
nicht nach einem festen Schema, sondern „von Sitzung zu Sitzung“.
Maßgeblich sind dabei die Inflationsaussichten und die wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen, um das vorrangige Ziel der Preisstabilität zu gewährleisten.
In seiner letzten Sitzung hat der EZB-Rat zum siebten Mal in Folge
beschlossen, die Leitzinsen unverändert zu lassen.

Aktuelles
Wohneigentum erwünscht, aber schwer zu bekommen

Wohneigentum hat in Deutschland einen hohen Stellenwert, ist aber
schwer zu bekommen. Der deutsche Immobilienmarkt hat nach dem
Einbruch infolge der Zinswende zwar wieder Fahrt aufgenommen.
Dennoch ist die Eigentumsquote im europäischen Vergleich weiterhin
extrem niedrig.

weiterlesen
Wohnen und Parken: Mehr Autos und teurere Parkplätze

Wohnen und Parken sind eng miteinander verknüpft. Wer in der Stadt
wohnt, kennt die ständige Parkplatzsuche ebenso wie Bewohner des
Umlands, die Besorgungen in der Stadt erledigen müssen. Die Folge:
Parkplätze werden immer teurer. 

weiterlesen
Mietangebote brechen ein, Mieten steigen weiter

Der deutsche Wohnungsmarkt bleibt angespannt. Während sich die
Kaufpreise für Wohnimmobilien inzwischen weitgehend stabilisiert haben,
steigen die Mieten weiter deutlich an. Gleichzeitig verschärft sich
die Knappheit bei Mietwohnungen. Das zeigt der aktuelle Wohnindex
des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

weiterlesen

Büro Leutkirch (Allgäu)

Memminger Straße 8
88299 Leutkirch

Telefon: +49 (0) 7561 / 820 91 - 50
info@oesterle-immobilien.de

Büro Lindau (Bodensee)

Langenweg 39
88131 Lindau

Telefon: +49 (0) 8382 / 279 280 - 0
lindau@oesterle-immobilien.de

Büro Stuttgart

Stuttgarter Straße 83
70469 Stuttgart

Telefon: +49 (0) 711 / 220 594 47
stuttgart@oesterle-immobilien.de