Immobilien: Marktaktivität erreicht Höchststand

 


Die Aktivität am Immobilienmarkt hat ein neues Hoch erreicht. Gleichzeitig
entwickelt sich die Preisdynamik uneinheitlich, während sich die
Vermarktungszeiten weiter verlängern.


Der Marktaktivitätsindex von Sprengnetter und ImmoScout24, der die
Entwicklung der Baufinanzierungsvolumina abbildet, stieg im März um 29
Prozent gegenüber dem Vormonat. Damit lag er 94 Prozent über dem Ausgangswert
von Januar 2023. Ausschlaggebend dafür war der vorsichtige
Optimismus zu Jahresbeginn: Die Rahmenbedingungen für Immobilienkäufer
hatten sich spürbar verbessert. Diese Entwicklung deckt sich auch mit
dem WohnBarometer Q1 2026, das eine steigende Nachfrage zum Ende
des Quartals feststellt.


Für die kommenden Monate bleiben insbesondere die Baufinanzierungszinsen
und die Leistbarkeit entscheidend für die weitere Entwicklung des
Immobilienmarktes. Die jüngste Belebung am Kaufmarkt fällt in eine Phase
steigender Finanzierungskosten. Während der Baufinanzierungszins mit
zehnjähriger Bindung im März 2026 noch bei rund 3,6 Prozent lag, hat er
sich seit April bei etwa 3,9 Prozent eingependelt.
Uneinheitlich verlief im ersten Quartal 2026 auch die Entwicklung der Kaufpreise
für Wohnimmobilien: Das Preiswachstum bei Eigentumswohnungen
erreichte den niedrigsten Stand seit Beginn der positiven Entwicklung im
Sommer 2024. Einfamilienhäuser hingegen verteuerten sich gegenüber dem
Vorjahresquartal um 3,2 Prozent. Aktuelle Auswertungen von Inseratsdaten
deuten zudem darauf hin, dass die Dynamik am Markt nachlässt.


Darauf weist auch der GREIX-Kaufpreisindex hin – ein Gemeinschaftsprojekt
der Gutachterausschüsse für Grundstückswerte und des Kiel Instituts
für Weltwirtschaft (IfW Kiel). „Die Dynamik der Preissteigerungen verliert bei
Eigentumswohnungen spürbar an Schwung, während Einfamilienhäuser auf
Wachstumskurs bleiben. Die Preiszuwächse bei Eigentumswohnungen gegenüber
dem Vorjahresquartal sind so niedrig wie noch nie seit Beginn des
leichten Aufschwungs im Sommer 2024. Inflationsbereinigt, also gemessen
an der aktuellen Kaufkraft, sind die Preise für Eigentumswohnungen sogar
leicht gesunken. Diese Abschwächung spiegelt eine Entwicklung wider, die
wir bereits seit Mitte des Jahres 2025 beobachten“, sagt Jonas Zdrzalek
vom IfW Kiel.

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