Informationsbedarf bei Sanierung des Eigenheims groß


Immobilieneigentümer:innen fällt es derzeit schwer, sich einen Überblick
zum Thema energetische Gebäudesanierung zu verschaffen. Insbesondere
bei Heizungstechnologien, Förderbedingungen und gesetzlichen
Verpflichtungen bestehen große Informationsdefizite.


Um den Defiziten entgegenzuwirken hat das Bundesministerium für Wirtschaft
und Energie (BMWE) das Forschungsprojekt „Building Dialogue“ auf
den Weg gebracht. Das Projektteam am Reiner-Lemoine-Institut hat einen
Wegweiser entwickelt, mit dem sich Hauseigentümer:innen ohne Vorwissen
unabhängig im Internet informieren können: building-dialogue.rl-institut.de.


Ob neue Heizung, neues Dach oder Wärmedämmung – bei der energetischen
Sanierung von Wohngebäuden gibt es viele Maßnahmen und
jeweils passende Förderprogramme. „Wir haben festgestellt, dass fehlende
Orientierung für passende Sanierungsmaßnahmen, Unsicherheiten wegen
finanzieller Belastung und die technische Akzeptanz, zum Beispiel von
neuen Technologien wie Wärmepumpen, als zentrale Hinderungsgründe für
Sanierungsmaßnahmen wirken“, sagt Marie-Claire Gering, wissenschaftliche
Mitarbeiterin und Projektleiterin am Reiner-Lemoine-Institut.


Auf Grundlage dieser Erkenntnisse wurde ein Online-Wegweiser entwickelt.
Er bietet Nutzenden eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur energetischen
Sanierung und liefert leicht verständliche Informationen zu den Themen
Modernisierungsmöglichkeiten, Heizungswechsel, Förderprogramme und
Rechtliches. Mithilfe des „Wegweisers“ können der Ausgangszustand eines
Gebäudes sowie der individuelle Sanierungsbedarf eingeschätzt werden. Es
vermittelt leicht verständliches Wissen zur energetischen Gebäudesanierung
und stellt kostenlose Beratungsangebote sowie weitere Tools vor.


Die Wissenschaftler haben den Bedarf unterschiedlicher Gruppen analysiert:
Während professionelle Akteure wie Wohnungsunternehmen und
Energieberatende über umfassende Kenntnisse und Ressourcen verfügen,
bestehen bei privaten Eigentümern, Eigentümerinnen und WEGs Defizite.
Die Analyse macht das Bedürfnis dieser Gruppen nach verständlichen und
praxisnahen Informationen deutlich. Dabei stehen Fragen zum Budget, zu
Technologien und zur Integration regionaler Besonderheiten im Vordergrund.

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