Studie: Der Traum vom Wohnen

Es muss gar kein Schloss sein. Die Wohnträume der Deutschen wirken
überwiegend realistisch und vernünftig. Doch Traum und Wirklichkeit
liegen zum Teil weit auseinander.


In Zeiten multipler Krisen können Wohnträume die Vision einer besseren
Welt ermöglichen. In einer aktuellen Studie hat Interhyp untersucht, welche
Sehnsüchte, Ängste und Wünsche rund 1.500 Befragte in Bezug auf Wohnen
haben – und was das für den Immobilienmarkt bedeutet.


Das Zuhause wird zunehmend als Schutzraum wahrgenommen. 93 Prozent
der Befragten wünschen sich gerade in Krisenzeiten einen sicheren privaten
Rückzugsort. 80 Prozent möchten langfristig in ihrem Zuhause bleiben. „Je
unüberschaubarer die Außenwelt, desto größer wird das Bedürfnis nach
Kontrolle und Selbstwirksamkeit in den eigenen vier Wänden“, sagt Mirjam
Mohr, Vertriebsvorständin bei Interhyp.


Mit 54 Prozent (minus zwei Prozent gegenüber 2024) steht das freistehende
Einfamilienhaus weiterhin an der Spitze. Gleichzeitig gewinnen pragmatischere
Wohnformen wie die Doppelhaushälfte (plus drei Prozent gegenüber
2024) oder Wohnungen in Mehrfamilienhäusern (plus fünf Prozent gegenüber
2024) an Bedeutung.


Die Träume werden zunehmend pragmatischer und funktionaler. Der Wunsch
nach Veränderung ist groß: 60 Prozent der Befragten wünschen sich eine
andere Wohnsituation, die besser zu ihrem Leben passt.


63 Prozent sagen, der Markt sei schwierig und wie festgefroren. 60 Prozent
geben an, sich keine andere Immobilie leisten zu können. 55 Prozent bewerten
den Wohnraum in Deutschland insgesamt als zu knapp. Der Wunsch
nach Wohneigentum ist nach wie vor sehr groß. Ein schönes Zuhause steht
direkt nach Gesundheit auf Platz zwei der wichtigsten Dinge im Leben.


Zwei Drittel der Mieter möchten gerne im Eigentum leben. Doch die Hürden
sind hoch. 75 Prozent nennen niedrigere Immobilienpreise als wichtigste
Voraussetzung für einen Kauf, 53 Prozent niedrigere Kreditzinsen.

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