Wärmepumpe auf dem Vormarsch

Viele Eigenheimnutzer:innen zögern noch und können sich derzeit nur
schwer entscheiden, welcher Heiztechnik sie den Vorrang geben sollen.
Dabei ist eigentlich klar: Die Technologie der Wärmepumpe überzeugt,
aber die Haltung der Bundesregierung ist noch unklar.
„Die Absatzzahlen des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie
(BDH) zum Wärmemarkt 2025 zeigen, dass der Heizungsmarkt in der Warteschleife
hängt. Seit Herbst letzten Jahres sind die Zahlen sowohl für Wärmepumpen
als auch Gasheizungen deutlich gesunken. Das zeigt: Handwerk
und private Haushalte brauchen endlich Klarheit, wie es weitergeht mit dem
sogenannten Heizungsgesetz“, sagt Carolin Friedemann, Gründerin und Geschäftsführerin
der Initiative Klimaneutrales Deutschland (IKND).
„Gleichzeitig wurden erstmals mehr Wärmepumpen als Gasheizungen
verkauft. Das ist ein starkes Signal: Für Hersteller, die rechtzeitig in Zukunftstechnologien
investiert haben. Für Haushalte, die sich damit gegen
steigende Preise für fossile Energieträger absichern. Für unsere Sicherheit,
weil europäischer Strom verlässlicher ist als fossile Importe. Und fürs Klima,
denn ein immer stärker von erneuerbaren Energien geprägter Strommix und
hohe Effizienz machen elektrische Heizsysteme zur besten Option für die
Zukunft”, ergänzt Friedemann.
Die Koalition der Bundesregierung ringt noch mit den Eckpunkten zum neuen
Heizungsgesetz. Allerdings besteht Handlungsdruck, denn die einzelnen
EU-Länder müssen die neuen Vorgaben der EU-Gebäuderichtlinie (EPBD)
zur Reduzierung des durchschnittlichen Primärenergieverbrauchs von
Wohngebäuden zügig umsetzen.
Die Wärmepumpe ist mit 299.000 verkauften Einheiten die beliebteste Heiztechnik
2025 in Deutschland. Der Absatz stieg um 55 Prozent gegenüber
dem Vorjahr. Innerhalb von fünf Jahren hat sich der Absatz mehr als verdoppelt.
Zum Vergleich: Der Verkauf von Gasheizungen sank um 33 Prozent
auf 229.000 Einheiten. Der Absatz von Ölheizungen reduzierte sich um 74
Prozent auf 22.500 Stück. Das sind Ergebnisse aus der Jahresbilanz des
Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie (BDH). Die Abkehr von
fossilen Brennstoffen findet in der Praxis also bereits statt.


