Zur Grundsteuer ist längst nicht alles gesagt

 


Im vorigen Jahr hat Deutschland eine der größten steuerlichen Neubewertungen
von Immobilien seiner Geschichte erlebt: Die reformierte
Grundsteuer ist in Kraft getreten. Nun stehen eine Reihe gerichtlicher
Verfahren an, um Ungereimtheiten zu klären.


Um die Reform umzusetzen, mussten zuvor sämtliche Grundstücke in
Deutschland neu bewertet werden. Alle Immobilieneigentümer waren in das
mit erheblichem bürokratischem Aufwand verbundene Verfahren eingebunden.
Die Umsetzung der Reform stieß von Beginn an auf breite Kritik.


Die Grundsteuer ist eine Abgabe auf Grundbesitz, die zwar von den
Eigentümer:innen entrichtet wird, in der Praxis jedoch häufig auf die
Mieter:innen umgelegt wird. Für Städte und Gemeinden ist sie eine der
wichtigsten Einnahmequellen. In mehreren Verfahren hat der Bundesfinanzhof
das sogenannte Bundesmodell zur Grundsteuer inzwischen bestätigt.
Die Verbände Haus & Grund Deutschland und Bund der Steuerzahler
Deutschland (BdSt) reagierten mit deutlicher Kritik und kündigten an, eine
Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht zu unterstützen.
Die neue Grundsteuer sei für viele Betroffene unübersichtlicher, kostspieliger
und sozial unausgewogen.


Vor dem Finanzgericht Düsseldorf (Az. 11 K 2040/24 Gr, BG) wurde über
den anzuwendenden Bodenrichtwert für ein Flurstück im Außenbereich,
das privat als Grünfläche und zur Hühnerhaltung genutzt wird, entschieden.
Die Eigentümer klagten gegen den festgesetzten Grundsteuerwert für ihr
1.020 m² großes, unbebautes Grundstück. Das Finanzamt setzte einen Wert
von 90 Euro pro Quadratmeter für „baureifes Land“ an und ermittelte einen
Grundsteuerwert von 91.800 Euro. Die Kläger argumentierten, ihr Grundstück
sei kein Bauland, da Bauanfragen mehrfach abgelehnt wurden und es
laut Flächennutzungsplan als landwirtschaftliche Fläche ausgewiesen ist.
Sie forderten die Anwendung des deutlich niedrigeren Bodenrichtwerts für
landwirtschaftliche Flächen von 5,50 Euro pro Quadratmeter.


Das Gericht gab den Klägern vollständig Recht. Es stellte klar, dass für die
Einordnung eines Grundstücks als „Fläche der Land- und Forstwirtschaft“
allein dessen Nutzbarkeit für diese Zwecke maßgeblich ist.

Aktuelles
Mietangebote brechen ein, Mieten steigen weiter

Der deutsche Wohnungsmarkt bleibt angespannt. Während sich die
Kaufpreise für Wohnimmobilien inzwischen weitgehend stabilisiert haben,
steigen die Mieten weiter deutlich an. Gleichzeitig verschärft sich
die Knappheit bei Mietwohnungen. Das zeigt der aktuelle Wohnindex
des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

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Kleine Wohnungen: Warum die Nachfrage weiter wächst

Kleine Wohnungen gehören zu den gefragtesten Segmenten des deutschen
Wohnungsmarktes. Ob zur Miete, zur Eigennutzung oder als
Kapitalanlage – die Nachfrage steigt seit Jahren kontinuierlich. Verantwortlich
dafür sind vor allem der demografische Wandel, veränderte
Lebensmodelle und die wachsende Zahl kleiner Haushalte.

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Neue Heizungsförderung: Das ändert sich bei der Sanierung

Der Bundestag hat das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG)
beschlossen. Der Bundesrat stimmte dem Gesetz noch am selben Tag
zu. Damit setzt die Bundesregierung wesentliche Vorgaben der europäischen
Gebäudeeffizienzrichtlinie (EPBD) in deutsches Recht um und
schafft einen neuen ordnungsrechtlichen Rahmen im Gebäudesektor

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